Stadtteil Landsberg am Lech
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Münzfund auf Erpftinger Flur: Kelten-Quinar

Bereits vor der Römerzeit, also vor Christi Geburt, finden sich Spuren von alten Kulturen in Erpfting. Im nördlichen Teil der Erpftinger Flur entdeckten Wanderer diese alte Münze, einen Kelten-Quinar. Sie lag über 2000 Jahre im Boden verborgen.

Kelten-Quinar (Vorderseite)
Vorderseite: Kopf nach rechts, mit Ringelohr und Haaren aus Reihen kleiner Halbkreise
Kelten-Quinar (Rückseite)
Rückseite: Kreuz, in den Winkeln abwechselnd drei Ringe bzw. Pfeile
Kelten-Quinar, Typ Dühren, 1.Jahrhundert vor Christi Geburt; Vindeliker; Silber; (Abbildung vergrößert)

Die Stämme der Kelten waren in unserer Region im 1.Jahrhundert v.Chr. durch den Stamm der Vindeliker vertreten, ihr Siedlungsraum erstreckte sich zwischen den Jahren 150 und 50 vor Christus vom Bodensee bis zur Donau im Norden und dem Inn im Osten.

Die Kelten lebten vorwiegend vom Ackerbau und der Viehzucht, sie waren aber auch geschickte Handwerker, insbesondere in der Metall- und Textilverarbeitung.

Sie unterhielten bereits damals weitreichende Handelsbeziehungen. Gerade Glaswaren, Wein und Luxuswaren aus dem Nahen Osten gehörten zu den bevorzugten Tauschgütern.

Der Fundort der Keltenmünze bei Erpfting liegt nahe der erst im 1.Jahrhundert nach Christi befestigten  Römerstraße „Via Claudia Augusta“. 

Vielleicht wurde sie von einem Händler verloren, der auf der Durchreise war, oder er stammt von einem bei uns damals sesshaften Bauern. Wir werden es nie erfahren!

Quellen: